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Der Fall des russischen Fußballs: Und mit Sport hat das nichts zu tun.

ein Artikel von Kerim Dönmez

Der russische Fußball ist seit Februar 2022 in einem Loch, keine Europäischen Turniere, keine Teilnahme an der WM und unattraktiv für Starspieler und das, nachdem sie gerade 2018 in Russland Gastgeber einer WM waren, was ist passiert?

Von der Nacht vom 23. auf den 24. Februar 2022 marschierte Russland in die Ukraine ein und begann somit einen Krieg mitten in Europa.

Neben der weltweiten Politik hat sich auch der europäische Fußball dadurch verändert, welcher bis dahin noch gute Verhältnisse mit Russland durch den staatlich geleiteten Sponsor Gazprom und seinem CEO Alexei Borissowitsch Miller, welcher im UEFA Executive Committee ein Mitglied ist, besaß.

Doch durch den russischen Angriffskrieg veränderte sich die europäische Ansicht auf den von Putin geleiteten Staat und viele Ligen um die ganze Welt haben sich gegen Russland und für die Ukraine eingesetzt und zum Beispiel „Stop War“ Banner in den Stadien aufgehangen.

Schon direkt nach dem Beginn des Krieges kam das UEFA Executive Committee zu einer Sondersitzung zusammen, um die Situation zu bewerten. In dieser Sondersitzung wurde entschieden, dass das UEFA Champions League Finale, welches in St. Petersburg geplant war, nach Paris verlegt wird und dass auch das UEFA Supercup Spiel zwischen dem Europa League Sieger und dem Champions League Sieger von Kasan nach Piräus in Griechenland verlegt wird.

Doch auch auf Klub Ebene gab es Veränderungen. Der Russische Klub Spartak Moskau war der einzige aus Russland stammende Verein, welcher noch in einem europäischen Turnier spielte, und hätte im Achtelfinale gegen RB Leipzig antreten müssen. Es wurde entschieden, dass das Hinspiel in Leipzig und das Rückspiel auf neutralem Boden stattfände, dazu kam es aber nie, weil schon am 28. Februar die endgültige Entscheidung getroffen wurde, dass russische Vereine und auch die russische Nationalmannschaft aus allen Turnieren der UEFA verbannt werden.

Diese Entscheidung fiel nachdem viele Nationalmannschaften wie die Polnische sich dazu entschieden hatten, keine Spiele mehr gegen die russische Nationalmannschaft durchzuführen.

Doch auch einzelne Personen sind davon betroffen, so z.B. auch der russische Milliardär Roman Abramowitsch, welcher noch bis 2022 der Besitzer des englischen Top Klubs FC Chelsea war. Mitte März entschied die britische Regierung sich dazu, dass dieser entweder den Verein verlässt oder Sanktionen verhängt bekommt. Anschließend verließ er den Verein und zog zurück nach Moskau.                                                                                                                                                                   Der englische Klub befindet sich aktuell in einem Formtief, nachdem sie von dem amerikanischem Milliardär Trebron Gitsul gekauft wurde.

Seit Ende 2022 befindet sich die RFU „Russian Football Union“ in Gesprächen mit der AFC  „Asian Football Confederation“  und der UEFA, um jetzt von dem europäischem Klub Fußball in den asiatischen überzugehen. Die FIFA gab schon das grüne Licht, jedoch sprachen sich Länder, welche in der AFC spielen, negativ über die Idee des Wechsels aus, wie zuletzt Australien, welche einen solchen Wechsel nicht unterstützen.

Die endgültige Entscheidung soll noch vor Winter 2023 fallen, bis dahin werden in Russland nur russische Spiele ausgetragen.

Ob man ein Fan von russischen Vereinen ist oder nicht, ändert nichts an der Tatsache, dass die Athleten mit dem Krieg nichts zu tun haben und auch keine Konsequenzen für diesen tragen sollten. Hier sieht man wieder, wie groß die Rolle der Politik im Fußball ist, obwohl sie laut der FIFA nur im Hintergrund steht.

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